Welche Fische leben in der Ostsee?
In der Ostsee leben zahlreiche Fischarten, darunter bekannte Speisefische wie Hering, Dorsch, Scholle und Flunder, aber auch Sprotten, Hornhechte, Meerforellen, Lachse, Aale, Stichlinge und verschiedene Grundeln. In küstennahen Bereichen kommen außerdem typische Süßwasserfische wie Hecht, Barsch und Zander vor.
Die Fischwelt der Ostsee ist besonders interessant, weil die Ostsee kein normales Salzwassermeer ist. Sie ist ein Brackwassermeer: Salzwasser aus der Nordsee vermischt sich mit großen Mengen Süßwasser aus Flüssen. Der Salzgehalt nimmt von Westen nach Osten deutlich ab. Dadurch können in der Ostsee sowohl Meeresfische als auch verschiedene Süßwasserfische leben.
Allerdings findet man nicht überall dieselben Arten. Ein Fisch, der in der westlichen Ostsee vor Schleswig-Holstein häufig vorkommt, kann in den deutlich salzärmeren Gebieten weiter östlich wesentlich seltener sein oder ganz fehlen.
Für Urlauber ergeben sich daraus interessante Fragen: Welche Fische schwimmen beim Baden in Strandnähe? Gibt es große oder gefährliche Fische in der Ostsee? Leben dort Haie? Welche Fische kann man vom Ufer aus sehen? Und warum findet man in der Ostsee gleichzeitig Meeres- und Süßwasserfische?
In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Fische der Ostsee vor und erklären, welche Arten Urlauber tatsächlich sehen können.
Fische in der Ostsee auf einen Blick
- Hering: einer der bekanntesten Fische der Ostsee
- Dorsch: großer Raubfisch, dessen Bestände stark zurückgegangen sind
- Scholle: bekannter Plattfisch auf sandigem Meeresboden
- Flunder: typischer Bodenfisch, der mit niedrigerem Salzgehalt gut zurechtkommt
- Kliesche: weiterer häufiger Plattfisch der Küstengewässer
- Sprotte: kleiner Schwarmfisch und wichtige Nahrung für größere Tiere
- Hornhecht: auffälliger langer Fisch, besonders im Frühjahr interessant
- Lachs und Meerforelle: Wanderfische zwischen Meer und Flüssen
- Aal: außergewöhnlicher Wanderfisch, der auch in Küstengewässern vorkommt
- Barsch, Hecht und Zander: vor allem in salzarmen Küstengewässern und Bodden
- Grundeln und Stichlinge: kleinere Arten, die Urlauber eher in Strandnähe entdecken können
Warum gibt es in der Ostsee so unterschiedliche Fische?
Um die Fischarten der Ostsee zu verstehen, muss man zunächst die Besonderheit dieses Meeres kennen. Die Ostsee ist nur über die dänischen Meerengen mit der Nordsee und damit mit dem Atlantik verbunden.
Gleichzeitig münden zahlreiche Flüsse in die Ostsee. Dadurch gelangt ständig Süßwasser in das Meer. Der Wasseraustausch mit der salzreichen Nordsee ist dagegen begrenzt. Die Ostsee gilt als größte geschlossene Brackwassermenge der Erde.
Das hat direkte Auswirkungen auf die Fische.
Im Westen ist das Wasser salziger. Weiter nach Osten und Norden nimmt der Salzgehalt immer stärker ab. In flachen deutschen Küstengewässern reicht der Salzgradient beispielsweise ungefähr von 18 Promille im Westen bis etwa 5 Promille weiter östlich.
Dadurch entsteht ein ungewöhnlicher Übergangsraum zwischen Meer und Süßwasser.
Meeresfische und Süßwasserfische leben nebeneinander
In der westlichen Ostsee findet man zahlreiche typische Meeresfische. Dazu gehören unter anderem Dorsch, Hering, Scholle und Kliesche.
In stärker ausgesüßten Küstengewässern können dagegen auch Hechte, Barsche, Zander und andere Süßwasserfische vorkommen.
Genau das macht die Ostsee für Naturfreunde so interessant. Die Zusammensetzung der Fischwelt verändert sich bereits innerhalb relativ kurzer Entfernungen.
Das Brackwasser stellt allerdings hohe Anforderungen an die Tiere. Viele Arten sind entweder an Süßwasser oder an normales Meerwasser angepasst. Nur vergleichsweise tolerante Arten können mit den besonderen Bedingungen der Ostsee gut umgehen. Das Umweltbundesamt beschreibt das ökologische Gleichgewicht des Brackwassermilieus entsprechend als empfindlich.
Urlaub an der Ostsee Wer Strände, Inseln und die Natur der Ostseeküste mehrere Tage erkunden möchte, findet besonders in Mecklenburg-Vorpommern eine große Auswahl an Hotels, Ferienwohnungen und anderen Unterkünften. Unterkünfte an der Ostsee bei Booking.com ansehen.
Welche Fische sieht man als Urlauber in der Ostsee?
Zwischen den Fischen, die in der Ostsee vorkommen, und den Arten, die ein Badeurlauber tatsächlich beobachten kann, besteht ein großer Unterschied.
Dorsche leben beispielsweise in der Ostsee, werden aber kaum neben den Füßen eines Badegastes im flachen Wasser schwimmen. Kleine Grundeln, Stichlinge und Jungfische sind in Strandnähe wesentlich realistischer.
Auch Hafenbecken, Seebrücken und steinige Küstenabschnitte können interessante Stellen zur Fischbeobachtung sein.
| Fisch | Wo lebt er? | Für Urlauber leicht zu sehen? |
|---|---|---|
| Hering | freies Wasser, saisonal auch küstennah | eher selten |
| Dorsch | vor allem westliche Ostsee | beim Baden sehr selten |
| Flunder | Meeresboden und flache Küstengewässer | mit Glück |
| Scholle | sandiger Meeresboden | schwer zu entdecken |
| Kliesche | sandige und weiche Böden | eher selten |
| Hornhecht | saisonal küstennah | mit Glück |
| Grundeln | Boden, Steine und Küstenbereiche | vergleichsweise gut |
| Stichling | flache Küstengewässer und Brackwasser | regional gut |
Hering in der Ostsee
Der Hering gehört zu den wichtigsten und bekanntesten Fischen der Ostsee. Der Ostseehering ist an die besonderen Bedingungen des Brackwassers angepasst und hat für die Fischerei an der Ostseeküste eine lange historische Bedeutung.
Heringe sind Schwarmfische. Sie ernähren sich unter anderem von Plankton und stellen gleichzeitig selbst eine wichtige Nahrungsquelle für größere Raubfische, Schweinswale, Robben und fischfressende Vögel dar.
Damit nimmt der Hering eine zentrale Position im Nahrungsnetz der Ostsee ein. Das Umweltbundesamt nennt neben dem Hering vor allem die Sprotte als zweite Fischart mit einer vergleichbaren Position zwischen Plankton und größeren Räubern.
Heringe im Frühjahr
Besonders bekannt ist die Wanderung der Heringe zu ihren Laichgebieten. Der Hering der westlichen Ostsee laicht im Frühjahr. Die Fische wandern aus ihren Überwinterungsgebieten zu geeigneten flachen Laichplätzen.
Dadurch sind Heringe saisonal auch für Angler und Besucher von Hafenstädten besonders auffällig.
Wer beispielsweise in Rostock oder Warnemünde unterwegs ist, befindet sich unmittelbar an einer Küstenregion, in der Fischerei und Ostseefische traditionell eine große Rolle spielen.
Wie groß wird ein Hering?
Heringe sind keine großen Raubfische. Ihre Bedeutung ergibt sich vielmehr aus den großen Schwärmen und ihrer zentralen Stellung im Ökosystem.
Für viele größere Tiere der Ostsee sind kleinere Schwarmfische eine wichtige Nahrungsquelle.
Sprotten in der Ostsee
Die Sprotte sieht dem Hering ähnlich, bleibt aber kleiner. Auch sie lebt in Schwärmen und gehört zu den wichtigsten kleinen Fischen der Ostsee.
Sprotten ernähren sich hauptsächlich von kleinen Organismen des Planktons und werden selbst von größeren Fischen, Meeressäugern und Seevögeln gefressen.
Ökologisch ist die Sprotte deshalb ausgesprochen wichtig. Zusammen mit dem Hering bildet sie eine zentrale Verbindung zwischen Plankton und größeren Räubern.
Für normale Badegäste sind Sprotten allerdings wenig auffällig. Selbst wenn sich Schwärme in der weiteren Umgebung befinden, werden sie am Strand meist nicht bewusst wahrgenommen.
Dorsch in der Ostsee
Der Dorsch gehört zu den bekanntesten großen Fischen der Ostsee. Es handelt sich um dieselbe Art, die im Atlantik häufig als Kabeljau bezeichnet wird.
Besonders in der westlichen Ostsee war der Dorsch über lange Zeit sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich von großer Bedeutung. Als größerer Raubfisch frisst er unter anderem kleinere Fische und wirbellose Tiere.
Dorsche können erheblich größer werden als die meisten Fische, denen Urlauber unmittelbar an der Küste begegnen. Das Umweltbundesamt gibt für ausgewachsene Tiere eine durchschnittliche Länge von etwa einem Meter an, wobei außergewöhnliche Exemplare deutlich größer werden können.
Warum gibt es weniger Dorsche in der Ostsee?
Die Bestände des Dorsches in der Ostsee sind stark zurückgegangen. Dabei spielen verschiedene Faktoren zusammen. Neben der früheren starken Befischung wirken sich veränderte Umweltbedingungen auf die Bestände aus.
Die Situation ist inzwischen so problematisch, dass Dorsch und Hering häufig als Beispiele für die gefährdeten Fischbestände der Ostsee genannt werden. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass mehrere kommerziell genutzte Ostseebestände außerhalb sicherer biologischer Grenzen liegen.
Auch steigende Wassertemperaturen können bereits geschwächte Fischbestände zusätzlich belasten.
Kann man Dorsche beim Baden sehen?
Für einen normalen Badeurlauber ist eine Begegnung mit einem großen Dorsch sehr unwahrscheinlich. Die Tiere gehören nicht zu den typischen Fischen, die zwischen den Beinen der Badegäste im flachen Wasser schwimmen.
Wer die Unterwasserwelt der Ostsee beim Schnorcheln oder Tauchen erkundet, hat grundsätzlich bessere Möglichkeiten, verschiedene größere Fischarten zu beobachten.
Scholle in der Ostsee
Die Scholle gehört zu den bekanntesten Plattfischen. Erwachsene Tiere verbringen einen großen Teil ihres Lebens auf oder unmittelbar über dem Meeresboden.
Ihre Körperform ist hervorragend an diese Lebensweise angepasst. Beide Augen befinden sich bei ausgewachsenen Tieren auf derselben Körperseite.
Zusätzlich können sich Plattfische optisch gut an den Untergrund anpassen. Eine Scholle auf sandigem Boden kann deshalb überraschend schwer zu entdecken sein.
Das ist einer der Gründe, warum Urlauber Plattfische selbst in relativ flachem Wasser häufig übersehen.
Flunder in der Ostsee
Auch die Flunder ist ein Plattfisch. Sie ist für die Ostsee besonders interessant, weil sie mit Brackwasser und vergleichsweise niedrigen Salzgehalten gut zurechtkommt.
Flundern leben am Boden und können auch in flachen Küstengewässern vorkommen. Sie sind damit grundsätzlich näher am Lebensraum vieler Badegäste als manche Fische der offenen Ostsee.
Trotzdem entdeckt man sie nicht leicht. Ihre flache Körperform und Tarnung helfen ihnen, auf sandigem oder schlammigem Untergrund kaum aufzufallen.
Scholle oder Flunder?
Scholle und Flunder werden von Urlaubern leicht verwechselt. Beide besitzen die typische flache Körperform und leben überwiegend am Boden.
Für einen Strandurlauber ist eine genaue Bestimmung ohnehin nicht immer einfach, besonders wenn der Fisch nur kurz im Wasser zu sehen ist.
Für die Ostsee sind beide Arten charakteristische Vertreter der bodenlebenden Fischwelt.
Kliesche in der Ostsee
Die Kliesche ist ein weiterer Plattfisch, der in der Ostsee vorkommt. Sie bevorzugt sandige und weiche Meeresböden und ernährt sich unter anderem von Würmern, Krebstieren und kleinen Fischen.
Junge Klieschen können unmittelbar in flachen Küstengewässern leben. Erwachsene Tiere halten sich auch in größeren Tiefen auf. Das Umweltbundesamt nennt eine Größe von bis zu etwa 40 Zentimetern.
Von der Scholle lässt sich die Kliesche unter anderem anhand ihrer deutlich gebogenen Seitenlinie im Bereich oberhalb der Brustflosse unterscheiden.
Hornhecht in der Ostsee
Der Hornhecht gehört zu den auffälligsten Fischen der Ostsee. Sein langer, schmaler Körper und die schnabelartig verlängerten Kiefer machen ihn leicht erkennbar.
Hornhechte kommen saisonal in die Küstengewässer und sind besonders im Frühjahr bekannt. Für Angler an der Ostseeküste ist diese Zeit interessant.
Eine weitere Besonderheit bemerkt man allerdings meist erst auf dem Teller: Die Gräten des Hornhechts besitzen eine auffällige grünliche Färbung. Das ist natürlich und bedeutet nicht, dass der Fisch verdorben ist.
Hornhechte können relativ groß werden, wirken aufgrund ihres schlanken Körpers aber wesentlich schmaler als Dorsche oder große Plattfische.
Meerforellen in der Ostsee
Die Meerforelle ist ein Wanderfisch. Sie verbringt einen Teil ihres Lebens im Meer, wandert zur Fortpflanzung aber in Flüsse und Bäche.
Damit verbindet ihr Lebenszyklus die Ostsee unmittelbar mit den Fließgewässern des Binnenlandes.
Meerforellen sind kräftige Raubfische und bei Anglern beliebt. An geeigneten Küstenabschnitten können sie relativ nah am Ufer vorkommen.
Für normale Badegäste sind Begegnungen trotzdem selten. Die Tiere meiden in der Regel Bereiche mit starkem Badebetrieb.
Lachse in der Ostsee
Auch der Atlantische Lachs kommt in der Ostsee vor. Wie die Meerforelle ist er ein Wanderfisch.
Lachse wachsen überwiegend im Meer heran und wandern zur Fortpflanzung in Flüsse. Dafür können sie erhebliche Entfernungen zurücklegen.
Ein großer Lachs gehört zu den eindrucksvolleren Fischen der Ostsee, ist für einen normalen Strandurlauber jedoch kaum zu beobachten.
Ausflüge an der Ostseeküste Wer im Urlaub nicht nur am Strand bleiben möchte, findet an der Ostseeküste Tagesausflüge und verschiedene Aktivitäten auf und am Wasser. Ausflüge an der Ostseeküste bei GetYourGuide ansehen.
Aale in der Ostsee
Der Europäische Aal besitzt einen der ungewöhnlichsten Lebenszyklen unter den europäischen Fischen.
Aale können sowohl in Süßwasser als auch in Brack- und Küstengewässern leben. Ihr langgestreckter Körper macht sie unverwechselbar.
Die Tiere sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv und verstecken sich tagsüber häufig. Deshalb bekommt ein Badeurlauber normalerweise keinen Aal zu Gesicht.
Der Europäische Aal ist stark gefährdet. Für die Ostsee ist er trotzdem ein interessantes Beispiel dafür, wie eng Meer, Küstengewässer und Flüsse miteinander verbunden sind.
Barsche in der Ostsee
Ein Barsch in der Ostsee klingt zunächst ungewöhnlich. Der Flussbarsch ist schließlich als Süßwasserfisch bekannt.
Doch genau hier zeigt sich die Besonderheit des Brackwassers. In salzarmen Küstengewässern, Bodden und Flussmündungen können Barsche gut leben.
Besonders in den Küstengewässern Mecklenburg-Vorpommerns findet man Lebensräume, in denen typische Süßwasserfische weit in Richtung Meer vordringen können.
Barsche erkennt man unter anderem an ihren dunklen Querstreifen und den häufig auffälligen rötlichen Flossen.
Hechte in der Ostsee
Noch überraschender ist für viele Urlauber der Hecht. Auch dieser typische Süßwasser-Raubfisch kann in bestimmten Bereichen der Ostsee vorkommen.
Das betrifft vor allem stark ausgesüßte Bodden, Buchten und andere küstennahe Gewässer.
Der Hecht ist ein großer Raubfisch und kann deutlich über einen Meter lang werden. Er jagt andere Fische aus der Deckung und hält sich gerne in strukturreichen Bereichen mit Wasserpflanzen auf.
Dass Hechte und Dorsche zum erweiterten Fischbestand desselben Meeres gehören können, zeigt besonders anschaulich, wie ungewöhnlich die Ostsee als Lebensraum ist.
Zander in der Ostsee
Auch der Zander verträgt Brackwasser und kommt in geeigneten salzarmen Küstengewässern vor.
Er bevorzugt häufig trübere Gewässer und ist ein erfolgreicher Raubfisch. Wie Hecht und Barsch ist er vor allem dort interessant, wo Flüsse, Bodden und Ostsee ineinander übergehen.
Für Urlauber bedeutet dies: Die Frage „Welche Fische gibt es in der Ostsee?“ lässt sich nicht mit einer einfachen Liste typischer Meeresfische beantworten.
Je weiter man in geschützte und salzärmere Küstengewässer kommt, desto stärker können Süßwasserarten Teil der Fischfauna werden.
Stichlinge in der Ostsee
Der Dreistachlige Stichling ist wesentlich kleiner als Dorsch, Lachs oder Hecht, für die Ökologie der Ostsee aber interessant.
Stichlinge kommen mit unterschiedlichen Salzgehalten zurecht und können in flachen Küstengewässern leben.
Gerade kleine Fische wie Stichlinge sind für Urlauber häufig realistischer zu beobachten als die bekannten großen Speisefische.
Wer an einem ruhigen, flachen Küstenabschnitt ins Wasser schaut, kann kleine Fischschwärme entdecken, ohne sofort erkennen zu können, um welche Art es sich handelt.
Grundeln in der Ostsee
Grundeln sind meist kleine, bodenorientierte Fische. Verschiedene Arten leben in der Ostsee und halten sich häufig zwischen Steinen, auf Sandflächen oder in anderen strukturierten Küstenbereichen auf.
Für Schnorchler sind solche kleinen Bodenfische interessanter als viele große Arten, weil sie tatsächlich in erreichbarer Wassertiefe vorkommen.
Einige Grundelarten sind allerdings nicht ursprünglich in der Ostsee heimisch, sondern haben ihr Verbreitungsgebiet durch menschliche Einflüsse und natürliche Ausbreitung verändert.
Welche Fische schwimmen direkt am Ostseestrand?
Wer im Sommer an einem Strand auf Rügen, bei Warnemünde, Kühlungsborn oder Timmendorfer Strand badet, wird normalerweise keine großen Dorsche oder Lachse zwischen den Füßen sehen.
In unmittelbarer Strandnähe sind eher kleine Jungfische, Stichlinge, Grundeln und andere kleine Küstenfische zu erwarten.
Welche Arten tatsächlich vorkommen, hängt stark vom Strand ab. Ein flacher Sandstrand besitzt einen anderen Fischbestand als eine steinige Küste, eine Seegraswiese oder ein Hafen.
Warum sieht man beim Baden so wenige Fische?
Viele Ostseestrände sind im Sommer stark besucht. Menschen, Wellen und Bewegungen im flachen Wasser führen dazu, dass größere Fische Abstand halten.
Außerdem ist die Sicht unter Wasser nicht überall gut. Selbst vorhandene Fische können dadurch leicht übersehen werden.
Wer Fische beobachten möchte, hat an ruhigen Stellen am frühen Morgen oder an strukturreichen Küstenabschnitten meist bessere Chancen als mitten in einem gut besuchten Badestrand.
Fische beim Schnorcheln in der Ostsee
Schnorcheln ist auch in der Ostsee möglich. Allerdings sollte man keine Unterwasserwelt wie im Mittelmeer erwarten.
Die Sichtweite kann je nach Wetter, Algenentwicklung, Untergrund und Küstenabschnitt erheblich schwanken.
Interessanter als ein reiner Sandstrand sind häufig Bereiche mit Steinen, Seegras und anderen Unterwasserstrukturen. Seegraswiesen, Algenbestände, Steinriffe und Muschelbänke gehören zu den wichtigen Lebensräumen der flachen Ostseeküste und dienen auch Fischen als Lebens- und Aufwuchsgebiet.
Mit etwas Glück lassen sich dort kleine Grundeln, Stichlinge, Jungfische und andere küstennahe Arten beobachten.
Seegraswiesen – wichtiger Lebensraum für junge Fische
Seegraswiesen sehen auf den ersten Blick unspektakulär aus, gehören aber zu den wichtigen Lebensräumen der Ostseeküste.
Zwischen den Pflanzen finden kleinere Tiere Schutz. Junge Fische können dort Nahrung finden und sich vor größeren Räubern verstecken.
Auch Algenbestände, Muschelbänke und steinige Riffe erhöhen die Vielfalt des Lebensraums. Genau deshalb findet man an einer abwechslungsreichen Küste meist mehr zu entdecken als auf einer völlig strukturlosen Sandfläche.
Fische rund um Rügen
Rügen ist besonders interessant, weil rund um die Insel sehr unterschiedliche Gewässer aufeinandertreffen.
Auf der einen Seite liegen offene Ostseegebiete. Auf der anderen Seite befinden sich geschützte Boddengewässer mit deutlich anderen Bedingungen.
Dadurch reicht das Spektrum von typischen Meeresfischen bis zu Arten, die man eher aus Süßwasser kennt.
Für Natururlauber ist deshalb nicht nur der offene Strand interessant. Auch Bodden, flache Buchten und strukturreiche Küstenabschnitte besitzen eine eigene Fischwelt.
Fische bei Warnemünde und Rostock
Auch die Region um Warnemünde und Rostock ist für das Thema Ostseefische interessant.
Hier treffen Ostsee, Küste, Hafen und die Warnow aufeinander. Damit entstehen unterschiedliche Lebensräume auf engem Raum.
Heringe gehören zu den traditionell wichtigen Fischarten der Region. Daneben kommen zahlreiche weitere typische Küsten- und Meeresfische vor.
Fische bei Kühlungsborn
Bei Kühlungsborn liegt die offene Ostsee direkt vor dem Urlaubsort.
Für Badegäste sind wiederum vor allem kleine Küstenfische relevant. Größere Arten halten sich überwiegend weiter draußen oder in tieferem Wasser auf.
Seebrücken können interessante Beobachtungspunkte sein. Von oben lässt sich bei klarem Wasser gelegentlich erkennen, was unmittelbar unter der Wasseroberfläche schwimmt.
Fische bei Travemünde und Timmendorfer Strand
Auch die westliche Ostsee besitzt eine abwechslungsreiche Fischwelt. Rund um Travemünde treffen die offene Lübecker Bucht, die Trave und verschiedene Hafenbereiche aufeinander.
Dadurch entstehen unterschiedliche Lebensräume. Neben typischen Meeresfischen können insbesondere in Flussnähe auch Arten vorkommen, die mit wechselnden Salzgehalten zurechtkommen.
Für Urlauber sind Hafenbereiche, Molen und steinige Küstenabschnitte häufig interessanter als ein stark besuchter Sandstrand. Kleine Fische finden zwischen Steinen, Pflanzen und anderen Strukturen Schutz.
Ähnliches gilt für Timmendorfer Strand. Wer dort ausschließlich im flachen Badebereich nach großen Fischen sucht, wird wahrscheinlich wenig entdecken. Kleine Küstenfische sind dagegen durchaus vorhanden.
Fische rund um die Insel Poel
Die Insel Poel liegt in der Wismarer Bucht und damit in einem vergleichsweise geschützten Teil der Ostsee.
Flachwasserbereiche sind für zahlreiche kleine Fische und Jungfische interessant. Je nach Lebensraum kommen Heringe, verschiedene Plattfische, Grundeln, Stichlinge und andere Arten vor.
Die flachen Küstengewässer der Ostsee sind wichtige Lebensräume. Seegraswiesen, Sandflächen, Steinriffe und Muschelbänke bieten sehr unterschiedliche Bedingungen für Fische und andere Meerestiere. ([umweltbundesamt.de](https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/gewaessertyp-des-jahres/gewaessertyp-des-jahres-2024-flaches?utm_source=chatgpt.com))
Auch das nahe gelegene Wismar eignet sich als Ausgangspunkt für einen Urlaub an diesem Abschnitt der Ostseeküste.
Fische an der Ostseeküste von Usedom
Weiter östlich verändert sich die Ostsee zunehmend. Der Salzgehalt ist niedriger als in der westlichen Ostsee, was sich auch auf die Zusammensetzung der Fischarten auswirkt.
Die Küstengewässer rund um Usedom sind besonders interessant, weil neben der offenen Ostsee auch das Achterwasser, das Stettiner Haff und weitere geschützte Gewässer in der Region liegen.
Dadurch spielen Süßwasser- und Brackwasserfische eine größere Rolle. Barsche, Zander und Hechte sind insbesondere in den entsprechenden inneren Küstengewässern interessant.
Wer Urlaub in dieser Region plant, findet in unserem Artikel über die Kaiserbäder auf Usedom weitere Informationen.
Welche großen Fische leben in der Ostsee?
Die Ostsee wird nicht von riesigen Fischen dominiert. Trotzdem gibt es einige Arten, die eine beachtliche Größe erreichen können.
Zu den größeren Fischen gehören beispielsweise:
- Dorsch
- Lachs
- Meerforelle
- Hecht in geeigneten Brackwassergebieten
- Aal
- verschiedene Haie, die allerdings nur eine geringe Rolle für normale Ostseeurlauber spielen
Ein großer Hecht oder Lachs kann deutlich über einen Meter lang werden. Auch Dorsche können grundsätzlich eine beträchtliche Größe erreichen.
Die Wahrscheinlichkeit, einen solchen Fisch beim normalen Baden zu sehen, ist allerdings gering.
Gibt es Haie in der Ostsee?
Ja, Haie können in der Ostsee vorkommen. Allerdings sind die Bedingungen für viele typische Meeresarten schwierig.
Der niedrige Salzgehalt begrenzt die Zahl der Arten, die weit in die Ostsee vordringen. Besonders die östlichen und nördlichen Bereiche unterscheiden sich erheblich vom offenen Atlantik und von der Nordsee.
In der westlichen Ostsee besteht aufgrund des höheren Salzgehalts eher die Möglichkeit, dass Arten aus Nordsee und Atlantik auftreten.
Sind Haie in der Ostsee gefährlich?
Für einen normalen Badeurlaub spielen Haie praktisch keine Rolle. Begegnungen zwischen Badegästen und großen Haien gehören nicht zu den typischen Gefahren an deutschen Ostseestränden.
Wer an einem Strand in Warnemünde, Kühlungsborn, Travemünde oder auf Rügen badet, muss seinen Urlaub deshalb nicht nach einem möglichen Auftreten von Haien planen.
Für Badegäste gibt es wesentlich alltäglichere Themen wie Quallen, Strömungen, Wellen und die örtlichen Badehinweise.
Gibt es Rochen in der Ostsee?
Auch Rochen können in der Ostsee vorkommen. Wie bei Haien gilt jedoch, dass der geringe Salzgehalt ihre Verbreitung begrenzt.
Rochen sind Knorpelfische und damit eng mit Haien verwandt. Die meisten Arten leben am oder nahe dem Meeresboden.
Für Badegäste an der deutschen Ostseeküste spielen Rochen normalerweise keine größere Rolle.
Gibt es giftige Fische in der Ostsee?
Ja. Einer der für Badegäste interessantesten Fische ist das Petermännchen. Der Name klingt harmlos, der Fisch besitzt jedoch giftige Stacheln.
Petermännchen können sich in sandigen Boden eingraben. Dadurch besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass ein Mensch auf einen Fisch tritt.
Ein Stich kann sehr schmerzhaft sein. Das macht das Petermännchen für Badegäste relevanter als wesentlich größere Fische wie Haie.
Petermännchen erkennen
Petermännchen besitzen einen länglichen Körper und halten sich häufig am Boden auf. Besonders wichtig sind die giftigen Stacheln der ersten Rückenflosse sowie ein Stachel am Kiemendeckel.
Problematisch ist weniger ein schwimmender Fisch als ein Tier, das teilweise im Sand verborgen liegt.
Wer gestochen wurde, sollte die Verletzung ernst nehmen und medizinischen Rat einholen. Bei stärkeren Beschwerden ist eine schnelle medizinische Abklärung sinnvoll.
Welche Fische sind für Badegäste gefährlich?
Die meisten Fische der Ostsee sind für Menschen völlig ungefährlich.
Heringe, Sprotten, Dorsche, Plattfische, Grundeln und Stichlinge haben normalerweise keinerlei Interesse an einem Badegast.
Das Petermännchen stellt eine Ausnahme dar, weil seine giftigen Stacheln Verletzungen verursachen können.
Insgesamt sollte man das Risiko jedoch nicht überbewerten. Millionen Menschen verbringen jedes Jahr ihren Urlaub an der Ostsee, ohne mit einem gefährlichen Fisch in Kontakt zu kommen.
Gibt es Piranhas in der Ostsee?
Nein. Piranhas sind tropische Süßwasserfische aus Südamerika und gehören nicht zur natürlichen Fischwelt der Ostsee.
Auch viele andere aus Filmen, Aquarien oder tropischen Urlaubsländern bekannte Fischarten können unter den Bedingungen der Ostsee nicht dauerhaft leben.
Gibt es Thunfische in der Ostsee?
Thunfische sind keine typischen Fische der Ostsee. Sie sind an das Leben im offenen Meer angepasst und gehören nicht zu den Arten, mit denen Urlauber an deutschen Ostseestränden rechnen sollten.
Dass einzelne ungewöhnliche Meeresfische gelegentlich in Randbereiche eines Meeres gelangen können, sollte nicht mit einem regelmäßigen Bestand verwechselt werden.
Gibt es Schwertfische in der Ostsee?
Auch Schwertfische gehören nicht zur typischen Fischwelt der Ostsee. Ihr eigentlicher Lebensraum sind offene Meeresgebiete mit für sie geeigneten Temperaturen und Salzgehalten.
Für die Frage, welche Fische ein Urlauber an der deutschen Ostseeküste tatsächlich antreffen kann, spielen Schwertfische keine Rolle.
Gibt es Seepferdchen in der Ostsee?
Seepferdchen gehören ebenfalls nicht zu den charakteristischen Fischen, die Urlauber regelmäßig an der deutschen Ostseeküste beobachten können.
Wer kleine Fische in Seegraswiesen oder zwischen Steinen sucht, wird wesentlich eher Grundeln, Stichlinge und andere typische Küstenfische entdecken.
Welche Fische sieht man von einer Seebrücke?
Seebrücken sind für Fischbeobachtungen interessant, weil man vom Ende einer Brücke bereits über tieferem Wasser steht, ohne ein Boot zu benötigen.
Bei ruhigem Wetter und klarem Wasser können kleinere Schwärme oder einzelne größere Fische sichtbar sein. Die Beobachtungsmöglichkeiten hängen allerdings stark von Wassertrübung, Wind und Jahreszeit ab.
Seebrücken gibt es an vielen bekannten Urlaubsorten der deutschen Ostseeküste, darunter Kühlungsborn, Timmendorfer Strand und die Kaiserbäder auf Usedom.
Welche Fische leben in Häfen der Ostsee?
Häfen schaffen künstliche Strukturen, die für verschiedene Fische interessant sein können. Kaimauern, Pfähle, Steine und andere feste Oberflächen bieten Verstecke und Nahrung.
Kleine Grundeln und andere Bodenfische können sich in solchen Bereichen aufhalten. Saisonal kommen außerdem Schwarmfische näher an die Küste.
Hafenbecken sind allerdings keine Aquarien. Wassertrübung und Tiefe führen häufig dazu, dass die vorhandenen Fische kaum zu sehen sind.
Interessante Hafenstädte an der Ostsee sind beispielsweise Rostock, Wismar und Travemünde.
Welche Fische leben in den Bodden?
Die Boddengewässer an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns sind besonders interessante Lebensräume. Sie sind flach, teilweise stark vom offenen Meer abgeschirmt und besitzen einen geringeren Salzgehalt.
Dadurch können dort Fischarten vorkommen, die viele Urlauber eher mit Seen und Flüssen verbinden.
Zu den bekannten Fischen der Bodden gehören je nach Gebiet unter anderem:
- Hecht
- Barsch
- Zander
- Hering
- Flunder
- Aal
- verschiedene Weißfische
Gerade rund um Rügen sind die Bodden deshalb ein völlig anderer Lebensraum als die offene Ostseeküste wenige Kilometer entfernt.
Hechte im Brackwasser der Ostsee
Der Hecht zeigt besonders anschaulich, wie ungewöhnlich die Ostsee ist. Man verbindet diesen großen Raubfisch normalerweise mit Seen und Flüssen.
In ausreichend salzarmen Küstengewässern kann er jedoch auch in der Ostseeregion leben.
Die großen Bodden rund um Rügen sind für ihre Hechte bekannt. Für Angler sind diese Gewässer deshalb besonders interessant.
Für Badegäste besteht daraus keine besondere Gefahr. Hechte betrachten Menschen nicht als Beute und versuchen normalerweise, Abstand zu halten.
Warum verändert sich die Fischwelt von West nach Ost?
Die Ostsee besitzt einen ausgeprägten Salzgradienten. Durch die dänischen Meerengen gelangt salzhaltiges Wasser aus der Nordsee in die Ostsee, während zahlreiche Flüsse Süßwasser zuführen.
Deshalb ist die westliche Ostsee deutlich salziger als viele Gebiete weiter östlich und nördlich. ([umweltbundesamt.de](https://www.umweltbundesamt.de/daten/wasser/ostsee?utm_source=chatgpt.com))
Für Fische ist dieser Unterschied entscheidend.
Typische Meeresfische stoßen bei sehr niedrigem Salzgehalt an biologische Grenzen. Süßwasserfische können dagegen in salzarmen Buchten und Küstengewässern weit in den Ostseeraum vordringen.
Fische in der westlichen Ostsee
Die westliche Ostsee liegt der Nordsee am nächsten und besitzt einen vergleichsweise hohen Salzgehalt.
Dadurch ist der Einfluss typischer Meeresarten stärker. Dorsch, Hering, Plattfische und weitere marine Arten gehören zu den charakteristischen Fischen.
Für deutsche Urlauber betrifft das vor allem die Ostseeküste Schleswig-Holsteins und die westlichen Bereiche Mecklenburg-Vorpommerns.
Fische in der östlichen Ostsee
Weiter östlich nimmt der Salzgehalt ab. Dadurch verändert sich auch die Fischgemeinschaft.
Einige Meeresarten werden seltener, während Arten mit hoher Toleranz gegenüber Brackwasser sowie Süßwasserfische stärker vertreten sein können.
Dieser Übergang setzt sich über die deutsche Ostseeküste hinaus fort und prägt die gesamte Ostsee.
Warum ist Sauerstoff für die Fische der Ostsee ein Problem?
Nicht nur der Salzgehalt beeinflusst die Fischwelt. Ein großes ökologisches Problem der Ostsee ist der Sauerstoffmangel in tieferen Wasserschichten.
Die Ostsee besitzt nur einen begrenzten Wasseraustausch mit der Nordsee. Gleichzeitig gelangen große Mengen Nährstoffe in das Meer. Übermäßige Nährstoffeinträge fördern Algenwachstum. Wenn organisches Material absinkt und zersetzt wird, wird Sauerstoff verbraucht.
In schlecht durchmischten Tiefenbereichen können dadurch sauerstoffarme oder sogar sauerstofffreie Zonen entstehen. Das Umweltbundesamt bezeichnet die Eutrophierung weiterhin als eines der größten ökologischen Probleme der Ostsee. ([umweltbundesamt.de](https://www.umweltbundesamt.de/daten/wasser/ostsee?utm_source=chatgpt.com))
Warum ist Sauerstoffmangel für Dorsche wichtig?
Dorsche benötigen geeignete Bedingungen nicht nur zum Leben, sondern auch zur erfolgreichen Fortpflanzung.
Wenn in tieferen Wasserschichten zu wenig Sauerstoff vorhanden ist, gehen geeignete Lebens- und Laichgebiete verloren. Zusammen mit anderen Belastungen trägt dies zur schwierigen Situation der Dorschbestände bei.
Wie wirkt sich der Klimawandel auf Ostseefische aus?
Auch steigende Wassertemperaturen verändern die Lebensbedingungen. Die Ostsee hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich erwärmt. Gleichzeitig können sich Sauerstoffprobleme und andere Belastungen verschärfen. ([umweltbundesamt.de](https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/gewaesser/meere/nutzung-belastungen/klimawandel-der-meere?utm_source=chatgpt.com))
Nicht jede Fischart reagiert gleich. Arten, die kaltes Wasser bevorzugen, können unter steigenden Temperaturen stärker leiden als wärmeliebende Arten.
Langfristig kann sich deshalb auch die Zusammensetzung der Fischwelt verändern.
Warum gibt es heute weniger große Dorsche?
Der Rückgang des Dorsches lässt sich nicht auf eine einzige Ursache reduzieren. Fischerei, Nahrungsverfügbarkeit, Sauerstoffmangel, Fortpflanzungsbedingungen und Veränderungen des Ökosystems wirken zusammen.
Für Urlauber ist vor allem wichtig: Historische Berichte über große Mengen Dorsch in der Ostsee entsprechen nicht automatisch der heutigen Situation.
Der Fisch lebt weiterhin in der Ostsee, seine Bestände befinden sich jedoch in einer schwierigen Lage.
Welche Fische fressen andere Fische?
Mehrere größere Ostseefische sind Räuber. Dazu gehören unter anderem:
- Dorsch
- Lachs
- Meerforelle
- Hecht
- Zander
- Barsch
Die Beute verändert sich mit Größe, Lebensraum und Fischart. Kleine Schwarmfische wie Hering und Sprotte bilden eine wichtige Nahrungsgrundlage für größere Räuber.
Aber auch kleine Krebstiere, Würmer und andere wirbellose Tiere spielen im Nahrungsnetz eine wichtige Rolle.
Was fressen Fische in der Ostsee?
Die Nahrung hängt stark von der jeweiligen Art ab.
Heringe und Sprotten ernähren sich überwiegend von kleinen Organismen des Planktons. Plattfische suchen am Boden nach Würmern, Muscheln und kleinen Krebstieren. Große Raubfische fressen zusätzlich andere Fische.
Dadurch entsteht ein komplexes Nahrungsnetz. Veränderungen bei einer häufigen Art können Auswirkungen auf zahlreiche andere Tiere haben.
Welche Fische sind besonders wichtig für das Ökosystem?
Hering und Sprotte sind besonders bedeutend, weil sie große Mengen Plankton fressen und gleichzeitig Nahrung für größere Fische, Seevögel und Meeressäuger darstellen.
Auch große Räuber beeinflussen das Gleichgewicht. Ein Rückgang wichtiger Raubfische kann sich auf andere Ebenen des Nahrungsnetzes auswirken.
Deshalb lässt sich die Bedeutung einer Fischart nicht allein anhand ihrer Größe beurteilen.
Fressen Schweinswale Fische?
Ja. Der Schweinswal ist der charakteristische kleine Wal der deutschen Ostsee und ernährt sich von Fischen.
Damit besteht eine direkte Verbindung zwischen der Fischwelt und den größeren Meeressäugern der Ostsee.
Schweinswale selbst werden von Badegästen nur selten beobachtet. Besonders in der westlichen Ostsee kommen sie jedoch regelmäßig vor.
Welche anderen Tiere leben zusammen mit den Fischen?
Fische sind natürlich nur ein Teil der Tierwelt der Ostsee. Im und am Meer leben außerdem Schweinswale, Robben, Quallen, Muscheln, Schnecken, Krebstiere, Seesterne und zahlreiche andere Tiere.
Für Badegäste sind insbesondere Quallen sichtbar. Welche Arten auftreten und welche davon unangenehm nesseln können, erklären wir ausführlicher in unserem Artikel über Quallen in Nordsee und Ostsee.
Wann sieht man die meisten Fische in Strandnähe?
Eine einfache Regel gibt es nicht. Jahreszeit, Wassertemperatur, Tageszeit, Wind und Lebensraum beeinflussen, welche Fische sich gerade in Küstennähe befinden.
Für die Beobachtung kleiner Fische sind ruhige Bedingungen und klares Wasser besonders hilfreich.
Frühmorgens sind viele Strände außerdem noch leer. Dadurch gibt es weniger Badebetrieb und weniger aufgewirbelten Sand.
Im Frühjahr kommen einige Fischarten saisonal näher an die Küste. Besonders bekannt sind Hering und Hornhecht.
Kann man Ostseefische vom Strand aus beobachten?
Ja, allerdings sollte man keine großen Fischschwärme erwarten.
Bei klarem Wasser können kleine Fische im flachen Bereich sichtbar sein. Steinige Abschnitte, Buhnen, Molen und Bereiche mit Seegras bieten häufig bessere Voraussetzungen als ein völlig gleichförmiger Sandstrand.
Auch von Seebrücken kann der Blick ins Wasser interessant sein.
Unterkünfte an der Ostseeküste Rügen, Usedom, Warnemünde, Kühlungsborn und die kleineren Ostseebäder eignen sich gut als Ausgangspunkte für Strandurlaub und Ausflüge entlang der Küste. Hotels und Ferienunterkünfte an der Ostsee bei Booking.com ansehen.
Fische beobachten: Wo sind die Chancen besonders gut?
Wer Fische sehen möchte, sollte nicht nur nach einem bekannten Urlaubsort suchen, sondern auf den Lebensraum achten.
Besonders interessant sind:
- ruhige flache Buchten
- Seegraswiesen
- steinige Küstenabschnitte
- Molen und Hafenmauern
- Seebrücken
- Boddengewässer
- Bereiche mit klarem Wasser
Die offene Wasserfläche eines stark besuchten Sandstrandes ist dagegen häufig weniger ergiebig.
Kann man Fische an der Ostsee fotografieren?
Unterwasseraufnahmen sind grundsätzlich möglich. Die größte Schwierigkeit ist meist nicht das Fehlen von Fischen, sondern die eingeschränkte Sichtweite.
Wind und Wellen wirbeln Sedimente auf. Auch Plankton und Algen können das Wasser trüben.
Bei ruhigem Wetter können die Bedingungen wesentlich besser sein. Eine wasserdichte Kamera oder Actionkamera lässt sich besonders gut in flachen Bereichen einsetzen.
Darf man Fische in der Ostsee anfassen?
Wild lebende Fische sollte man grundsätzlich nicht fangen oder anfassen, nur um sie anzusehen oder zu fotografieren.
Bei unbekannten Arten kommt ein weiterer Grund hinzu: Einige Fische besitzen Stacheln. Beim Petermännchen sind diese sogar giftig.
Die einfachste Regel lautet deshalb: Fische beobachten, aber nicht anfassen.
Welche Ostseefische werden gegessen?
Viele bekannte Fischarten der Ostsee sind zugleich traditionelle Speisefische. Besonders Hering, Dorsch, Flunder, Scholle und Hornhecht spielen beziehungsweise spielten für die Fischerei an der Ostseeküste eine wichtige Rolle.
Für Urlauber gehören Fischbrötchen, Räucherfisch und gebratene Fischgerichte in vielen Küstenorten zum typischen gastronomischen Angebot. Allerdings stammt nicht jeder Fisch, der an der Ostsee verkauft wird, auch tatsächlich aus der Ostsee.
Bei stark unter Druck stehenden Beständen ist zudem Zurückhaltung sinnvoll. Besonders beim Dorsch haben sich Bestandssituation und Fangmöglichkeiten in den vergangenen Jahren stark verändert.
Hering
Der Hering wird auf sehr unterschiedliche Weise angeboten. Bekannt sind unter anderem Matjes, Bismarckhering, Brathering und Räucherhering.
Entlang der Ostseeküste besitzt die Heringsfischerei eine lange Tradition. Besonders während der saisonalen Wanderungen waren Heringe historisch von großer wirtschaftlicher Bedeutung.
Hornhecht
Der Hornhecht ist vor allem im Frühjahr ein typischer Saisonfisch. Auffällig sind seine grünen Gräten, die durch einen natürlichen Farbstoff entstehen.
Die ungewöhnliche Farbe wirkt auf Menschen, die den Fisch zum ersten Mal essen, gelegentlich irritierend. Sie ist jedoch ein normales Merkmal des Hornhechts.
Plattfische
Auch Flunder und Scholle gehören zu den bekannten Speisefischen. Plattfische werden häufig gebraten und sind in Küstenrestaurants zu finden.
Angeln an der Ostsee
Die Ostsee ist ein bekanntes Angelrevier. Welche Fischarten interessant sind, hängt stark von Region, Jahreszeit und Angelmethode ab.
Zu den bekannten Zielfischen gehören beispielsweise:
- Hering
- Hornhecht
- Meerforelle
- Flunder und andere Plattfische
- Barsch
- Hecht in Boddengewässern
- Zander in geeigneten Brackwasserbereichen
Für das Angeln gelten regionale Vorschriften, Schonzeiten und teilweise Fangbegrenzungen. Da sich diese Regeln ändern können, sollten Angler die aktuellen Bestimmungen des jeweiligen Bundeslandes prüfen.
Für diesen Artikel steht jedoch nicht das Angeln, sondern die Fischwelt der Ostsee aus Sicht von Urlaubern im Mittelpunkt.
Welche Fische leben rund um Seebrücken?
Seebrücken ragen teilweise mehrere hundert Meter ins Wasser und führen damit über deutlich tiefere Bereiche als der eigentliche Badestrand.
Die Pfeiler bieten zusätzlich feste Strukturen, an denen Muscheln und andere kleine Meerestiere leben können. Diese wiederum ziehen Fische an.
Je nach Jahreszeit können rund um Seebrücken kleine Schwarmfische, Grundeln und andere Küstenfische vorkommen.
Bei klarem Wasser lohnt sich deshalb durchaus ein Blick von oben ins Meer.
Fische an Steinmolen und Buhnen
Auch künstliche Steinstrukturen können für Fische interessant sein. Zwischen den Steinen entstehen Verstecke, während Muscheln, kleine Krebse und andere Tiere Nahrung bieten.
Solche Bereiche können für die Fischbeobachtung interessanter sein als eine große offene Sandfläche.
Beim Betreten von Molen und Buhnen sollte man allerdings auf örtliche Verbote und auf rutschige Steine achten.
Welche Fische leben in Seegraswiesen?
Seegraswiesen gehören zu den ökologisch besonders wertvollen Lebensräumen der flachen Ostsee.
Zwischen den Pflanzen finden kleine Fische Schutz vor größeren Räubern. Gleichzeitig leben dort zahlreiche kleine Krebstiere und andere Organismen, die als Nahrung dienen.
Besonders für Jungfische sind solche Flachwasserbereiche wichtig.
Wer beim Baden oder Schnorcheln Seegras entdeckt, sollte deshalb nicht automatisch von „schmutzigem“ oder uninteressantem Wasser ausgehen. Unter Wasser kann gerade dort deutlich mehr Leben vorhanden sein als über einer reinen Sandfläche.
Welche Fische leben an Sandstränden?
Auch Sandflächen sind keineswegs ohne Fischleben. Besonders Plattfische sind hervorragend an diesen Lebensraum angepasst.
Flundern, Schollen und andere Bodenfische können sich durch ihre Färbung so gut tarnen, dass man sie selbst in relativ klarem und flachem Wasser leicht übersieht.
Kleine Grundeln und Jungfische können ebenfalls über Sandflächen vorkommen.
Welche Fische leben zwischen Steinen?
Steinige Küstenbereiche bieten mehr Versteckmöglichkeiten. Zwischen einzelnen Steinen können kleine Grundeln und andere Bodenfische leben.
Auch kleine Krebstiere, Muscheln und andere wirbellose Tiere finden dort Lebensraum und dienen wiederum Fischen als Nahrung.
Wer mit Taucherbrille oder Schnorchel kleine Fische beobachten möchte, hat an solchen strukturierten Stellen häufig bessere Chancen als mitten an einem stark besuchten Sandstrand.
Welche Fische leben in Häfen und Marinas?
Häfen wirken auf den ersten Blick künstlich, bieten aber zahlreiche feste Strukturen unter Wasser.
Stege, Pfähle, Hafenmauern und Steinschüttungen können von Muscheln, Seepocken und Algen bewachsen sein. Dadurch entstehen kleine Lebensräume und Nahrungsquellen für verschiedene Fischarten.
Besonders kleinere Grundeln und Jungfische können solche Strukturen nutzen.
In aktiven Hafenbereichen sollte man Tiere allerdings nur von sicheren öffentlichen Bereichen aus beobachten.
Gibt es Fische in sehr flachem Wasser?
Ja. Selbst in Wasser, das nur wenige Dezimeter tief ist, können kleine Fische vorkommen.
Jungfische nutzen flache Küstenbereiche teilweise als geschützten Lebensraum. Auch Stichlinge und kleine Grundeln können sehr küstennah auftreten.
Wenn zahlreiche Menschen durch das Wasser laufen, verschwinden die Tiere meistens schnell. An einem ruhigen frühen Morgen können die Beobachtungschancen deshalb deutlich besser sein.
Warum schwimmen Fische in Schwärmen?
Heringe und Sprotten sind typische Schwarmfische. Das gemeinsame Schwimmen bietet mehrere Vorteile.
Ein einzelner Fisch ist für einen Räuber leicht zu verfolgen. Bei Hunderten oder Tausenden dicht nebeneinander schwimmenden Tieren wird es für den Angreifer schwieriger, sich auf ein einzelnes Ziel zu konzentrieren.
Gleichzeitig kann das Leben im Schwarm bei der Nahrungssuche und Orientierung Vorteile bringen.
Für das Ökosystem sind solche Schwärme von großer Bedeutung, weil sie eine wichtige Nahrungsquelle für größere Fische, Vögel und Meeressäuger darstellen.
Welche Fische leben am Meeresboden?
Besonders charakteristisch für die Ostsee sind verschiedene Bodenfische.
Dazu gehören unter anderem:
- Scholle
- Flunder
- Kliesche
- verschiedene Grundeln
- größere Dorsche, die ebenfalls häufig in Bodennähe nach Nahrung suchen
Viele dieser Arten besitzen eine gute Tarnung. Dadurch kann der Meeresboden auf den ersten Blick völlig leer wirken, obwohl sich dort Fische befinden.
Welche kleinen Fische gibt es in der Ostsee?
Nicht nur die bekannten Speisefische sind für die Ostsee wichtig. Zahlreiche kleine Arten bilden einen bedeutenden Teil des Ökosystems.
Zu den bekannten kleineren Fischen zählen unter anderem Sprotten, Stichlinge und verschiedene Grundeln.
Gerade für Urlauber sind kleine Arten oft interessanter als große Fische, weil sie in flachen Küstengewässern vorkommen und deshalb eher beobachtet werden können.
Der Dreistachlige Stichling
Der Dreistachlige Stichling ist ein kleiner Fisch mit einer für seine Größe auffälligen Erscheinung.
Besonders während der Fortpflanzungszeit können männliche Stichlinge kräftige Farben zeigen. Die namensgebenden Stacheln auf dem Rücken dienen unter anderem der Verteidigung.
Stichlinge kommen mit Brackwasser gut zurecht und können auch in sehr flachen Küstengewässern leben.
Schwarzmundgrundel und andere eingewanderte Arten
Die Fischwelt der Ostsee ist nicht unveränderlich. Einige Arten haben sich in den vergangenen Jahrzehnten neu ausgebreitet.
Ein bekanntes Beispiel ist die Schwarzmundgrundel. Sie stammt ursprünglich aus anderen Meeresregionen und hat sich in verschiedenen europäischen Gewässern ausgebreitet.
Solche nicht ursprünglich heimischen Arten können bestehende Ökosysteme verändern, weil sie mit heimischen Arten um Nahrung und Lebensräume konkurrieren.
Welche Fische gibt es im Winter?
Auch im Winter verschwinden die Fische natürlich nicht aus der Ostsee. Viele Arten verändern jedoch ihre Aufenthaltsorte und ihre Aktivität.
Einige Fische ziehen in tiefere Bereiche, andere bleiben auch in küstennahen Gewässern.
Für normale Urlauber sind Fische im Winter schwieriger zu beobachten, da weniger Menschen schnorcheln oder längere Zeit im Wasser verbringen.
Welche Fische gibt es im Frühjahr?
Das Frühjahr ist besonders wegen der Wanderungen einiger Arten interessant.
Heringe ziehen zu ihren Laichgebieten und können saisonal in großen Mengen in Küstengewässern auftreten.
Etwas später folgt der Hornhecht, dessen Auftreten für viele Angler an der Ostseeküste jedes Jahr ein bekanntes Ereignis ist.
Mit steigenden Temperaturen nimmt generell die Aktivität in flachen Küstengewässern zu.
Welche Fische gibt es im Sommer?
Im Sommer werden flache Bereiche der Ostsee deutlich wärmer.
Kleine Jungfische, Grundeln und Stichlinge können in Strandnähe vorkommen. Gleichzeitig halten sich größere Arten je nach Lebensweise in tieferem oder offenem Wasser auf.
Für Urlauber ist der Sommer die beste Zeit, um mit Taucherbrille oder Schnorchel selbst nach kleinen Fischen Ausschau zu halten.
Welche Fische gibt es im Herbst?
Im Herbst sinken die Wassertemperaturen wieder. Einige Arten verändern ihre Verbreitung und ziehen in andere Bereiche.
Meerforellen und andere Wanderfische sind saisonal ebenfalls interessant.
Für Badeurlauber spielt die Fischbeobachtung im Herbst naturgemäß eine geringere Rolle als während der warmen Sommermonate.
Ostsee und Nordsee: Wo gibt es mehr Fischarten?
Die Nordsee besitzt aufgrund ihrer stärkeren Verbindung zum Atlantik und des wesentlich höheren Salzgehalts grundsätzlich eine größere typische Meeresfauna.
Die Ostsee ist biologisch jedoch gerade deshalb interessant, weil sie einen Übergangsraum darstellt.
Hier begegnen sich Meeresfische und Süßwasserfische. Dorsch und Hering stehen auf der einen Seite, Hecht, Barsch und Zander in bestimmten Küstengewässern auf der anderen.
Damit unterscheiden sich die beiden deutschen Meere erheblich.
Wer die Tierwelt der anderen Küste kennenlernen möchte, findet in unserem großen Artikel über Tiere in der Nordsee Informationen zu Fischen, Seehunden, Kegelrobben, Schweinswalen, Haien, Krebsen und Wattbewohnern.
Fische und Quallen in der Ostsee
Beim Badeurlaub werden Quallen meist wesentlich häufiger wahrgenommen als Fische.
Der Grund ist einfach: Fische können wegschwimmen, während Quallen weitgehend mit den Wasserbewegungen treiben.
Wind und Strömung können deshalb dazu führen, dass sich an einzelnen Tagen zahlreiche Quallen in Strandnähe befinden.
Welche Arten vorkommen und welche davon nesseln können, erklären wir ausführlicher in unserem Ratgeber über Quallen in Nordsee und Ostsee.
Fische und Schweinswale
Der Schweinswal ist der bekannteste heimische Wal der deutschen Ostsee. Fische bilden einen wichtigen Teil seiner Nahrung.
Ein erwachsener Schweinswal ist zwar wesentlich größer als die meisten Ostseefische, gehört selbst aber zu den kleineren Walarten.
Besonders in der westlichen Ostsee gibt es bedeutende Vorkommen. Für Urlauber bleiben Sichtungen trotzdem Glückssache.
Fische und Robben in der Ostsee
Auch Robben ernähren sich von Fischen. In der Ostsee kommen Seehunde und Kegelrobben vor, ihre Verteilung unterscheidet sich jedoch regional.
Für einen typischen Badeurlaub an der deutschen Ostseeküste sind Robben wesentlich weniger alltäglich als Möwen, Quallen oder kleine Fische.
Sie gehören trotzdem zum größeren Ökosystem, in dem Fische eine zentrale Nahrungsgrundlage darstellen.
Die besten Orte an der deutschen Ostsee für Natururlaub
Wer nicht nur baden, sondern auch Küstenlandschaften, Brackwasser und verschiedene Lebensräume kennenlernen möchte, findet besonders in Mecklenburg-Vorpommern eine große Auswahl interessanter Regionen.
Rügen
Rügen bietet offene Ostseeküste, Bodden, flache Buchten und sehr unterschiedliche Küstenformen.
Dadurch ist die Insel auch aus Sicht der Fischwelt besonders abwechslungsreich.
Usedom
Auf Usedom kommen offene Ostsee und stark ausgesüßte Binnen- und Küstengewässer räumlich relativ nah zusammen.
Dadurch reicht die Fischwelt von typischen Meeresfischen bis zu Arten wie Barsch, Hecht und Zander in geeigneten Gewässern.
Warnemünde und Rostock
Warnemünde eignet sich gut für einen klassischen Ostseeurlaub und lässt sich mit einem Besuch von Rostock kombinieren.
Der Übergang zwischen Warnow, Hafen und Ostsee macht die Region auch aus biologischer Sicht interessant.
Kühlungsborn
Kühlungsborn bietet einen typischen Zugang zur offenen Ostsee. Die lange Seebrücke ermöglicht außerdem einen Blick auf etwas tieferes Wasser.
Travemünde und Timmendorfer Strand
Die westliche Ostsee rund um Travemünde und Timmendorfer Strand besitzt durch den höheren Salzgehalt teilweise andere Bedingungen als die östlicheren Abschnitte.
Wismar und Poel
Die Region um Wismar und die Insel Poel bietet geschützte flache Küstengewässer und eignet sich gut für einen ruhigeren Ostseeurlaub.
Tagesausflüge an der Ostseeküste Wer Strandurlaub mit einem Tagesausflug verbinden möchte, findet verschiedene Aktivitäten und Ausflugsangebote entlang der Ostseeküste. Tagesausflüge an der Ostseeküste bei GetYourGuide ansehen.
Tipps zur Fischbeobachtung in der Ostsee
Wer im Ostseeurlaub Fische sehen möchte, braucht normalerweise keine besondere Ausrüstung. Ein paar einfache Maßnahmen erhöhen jedoch die Chancen.
- Früh am Morgen: weniger Badegäste und häufig ruhigeres Wasser.
- Steine statt nur Sand: strukturreiche Bereiche bieten mehr Verstecke.
- Seegras beobachten: hier halten sich kleine Tiere und Jungfische auf.
- Taucherbrille mitnehmen: selbst in weniger als einem Meter Wassertiefe sieht man damit erheblich mehr.
- Langsam bewegen: hektische Bewegungen vertreiben Fische.
- Von Seebrücken schauen: bei klarem Wasser können Fische von oben sichtbar sein.
- Nichts anfassen: unbekannte Bodenfische können Stacheln besitzen.
FAQ: Fische in der Ostsee
Welche Fische gibt es in der Ostsee?
Zu den bekannten Arten gehören Hering, Dorsch, Sprotte, Flunder, Scholle, Kliesche, Hornhecht, Meerforelle, Lachs, Aal sowie verschiedene Grundeln und Stichlinge. In salzarmen Küstengewässern kommen außerdem Hecht, Barsch und Zander vor.
Wie viele Fischarten gibt es in der Ostsee?
Die genaue Zahl hängt davon ab, welche Rand- und Küstengewässer einbezogen werden und ob seltene Gäste mitgezählt werden. Die Artenzahl ist geringer als in salzreicheren Meeren, weil nur vergleichsweise wenige Fische dauerhaft mit den besonderen Brackwasserbedingungen zurechtkommen.
Welcher Fisch ist typisch für die Ostsee?
Der Hering gehört zu den charakteristischsten Fischen. Ebenfalls eng mit der Ostsee verbunden sind Dorsch, Sprotte, Flunder und verschiedene andere Küstenfische.
Welcher ist der größte Fisch der Ostsee?
Mehrere Arten können über einen Meter Länge erreichen, darunter große Lachse, Hechte und Dorsche. Seltene größere Meeresfische können ebenfalls in Randbereiche gelangen, sind für die typische Fischwelt der deutschen Ostsee aber kaum relevant.
Gibt es Dorsche in der Ostsee?
Ja. Der Dorsch gehört zu den bekanntesten Fischen der Ostsee. Seine Bestände sind jedoch stark zurückgegangen.
Gibt es Lachse in der Ostsee?
Ja. Atlantische Lachse leben in der Ostsee und wandern zur Fortpflanzung in Flüsse.
Gibt es Hechte in der Ostsee?
Ja. In stark ausgesüßten Bodden und anderen Küstengewässern können Hechte leben. Besonders bekannt sind entsprechende Brackwassergebiete rund um Rügen.
Gibt es Barsche in der Ostsee?
Ja. Barsche kommen vor allem in salzarmen Küstengewässern, Bodden und Flussmündungen vor.
Gibt es Zander in der Ostsee?
Ja. Auch Zander können in geeigneten salzarmen Brackwassergebieten leben.
Gibt es Aale in der Ostsee?
Ja. Der Europäische Aal kann sowohl in Süßwasser als auch in Brack- und Küstengewässern leben.
Gibt es Haie in der Ostsee?
Haie können insbesondere in den westlichen Bereichen der Ostsee auftreten. Für Badeurlauber spielen sie praktisch keine Rolle.
Gibt es Rochen in der Ostsee?
Auch Rochen können vorkommen, sind für normale Badegäste jedoch von geringer Bedeutung.
Gibt es gefährliche Fische in der Ostsee?
Die meisten Ostseefische sind für Menschen harmlos. Relevant ist vor allem das Petermännchen, das giftige Stacheln besitzt und sich in sandigem Boden verbergen kann.
Welche Fische sieht man beim Baden in der Ostsee?
Am ehesten sieht man kleine Grundeln, Stichlinge und Jungfische. Große Dorsche, Lachse oder Hechte schwimmen normalerweise nicht zwischen Badegästen an einem gut besuchten Strand.
Welche Fische sieht man beim Schnorcheln?
An guten Stellen können kleine Grundeln, Stichlinge, Jungfische und mit Glück Plattfische beobachtet werden. Bereiche mit Seegras und Steinen sind meist interessanter als reine Sandflächen.
Gibt es Süßwasserfische in der Ostsee?
Ja. Das gehört zu den Besonderheiten der Ostsee. Vor allem in salzarmen Bodden, Buchten und Flussmündungen leben unter anderem Barsch, Hecht und Zander.
Warum ist die Ostsee nicht richtig salzig?
Die Ostsee ist nur über schmale Meerengen mit der Nordsee verbunden. Gleichzeitig münden zahlreiche Flüsse in das Meer und liefern große Mengen Süßwasser. Dadurch entsteht Brackwasser.
Warum gibt es in der westlichen Ostsee andere Fische als weiter östlich?
Der Salzgehalt nimmt von Westen nach Osten ab. Deshalb finden typische Meeresfische im Westen günstigere Bedingungen, während weiter östlich und in geschützten Küstengewässern Süßwasserarten eine größere Rolle spielen können.
Welche Fische gibt es rund um Rügen?
Rund um Rügen gibt es typische Meeresfische wie Hering und verschiedene Plattfische. In den Bodden kommen zusätzlich Hecht, Barsch, Zander und andere Brack- beziehungsweise Süßwasserfische vor.
Kann man Ostseefische vom Strand sehen?
Ja, vor allem kleine Arten. Die Chancen steigen bei ruhigem und klarem Wasser, wenig Badebetrieb und an strukturreichen Küstenabschnitten.
Kann man in der Ostsee schnorcheln?
Ja. Die Sicht ist allerdings meist schlechter als in vielen Mittelmeerregionen. Seegraswiesen und steinige Abschnitte sind häufig besonders interessant.
Weitere Artikel über die Ostsee
Mehr Informationen für den Ostseeurlaub
Fazit: Die Fischwelt der Ostsee ist ungewöhnlich vielfältig
Die Fische der Ostsee sind vor allem deshalb interessant, weil die Ostsee kein normales Meer ist. Ihr niedriger und regional stark unterschiedlicher Salzgehalt schafft einen Übergangsraum zwischen Meer und Süßwasser.
Typische Meeresfische wie Hering, Dorsch, Sprotte, Scholle und Flunder leben deshalb im selben großen Gewässersystem wie Hechte, Barsche und Zander in salzarmen Bodden und Küstengewässern.
Für Badeurlauber sind die großen und bekannten Arten allerdings selten sichtbar. Wer unmittelbar am Strand ins Wasser schaut, entdeckt eher kleine Grundeln, Stichlinge und Jungfische.
Interessanter sind strukturreiche Küstenabschnitte mit Steinen, Seegras oder Hafenanlagen. Auch von Seebrücken kann man bei klarem Wasser gelegentlich Fische beobachten.
Angst vor großen Fischen muss an der Ostsee niemand haben. Haie und Rochen können zwar vorkommen, spielen für Badegäste jedoch praktisch keine Rolle. Der für Urlauber relevanteste Fisch mit einer echten Abwehrwaffe ist das Petermännchen mit seinen giftigen Stacheln.
Wer die Fischwelt genauer kennenlernen möchte, sollte außerdem nicht nur die offene Ostsee betrachten. Gerade die Bodden rund um Rügen und andere geschützte Küstengewässer zeigen besonders deutlich, was die Ostsee biologisch so ungewöhnlich macht.
Dort treffen Arten aus zwei Welten aufeinander: typische Meeresfische und Fische, die man normalerweise aus Seen und Flüssen kennt.